02 Juli 2009
20 Juni 2009
18 Juni 2009
14 Juni 2009
namaste mumbai
Die gewünschten neuen Eindrücke haben uns die vergangenen vier Wochen großzügig geboten. Natürlich hatten wir gelesen, dass es in den Cameron Highlands aufgrund der Höhenlage viel kühler sein würde, aber nach so langer Zeit in täglicher Hitze hatten wir die Erinnerung an „kühl“ gänzlich verloren. Aber tatsächlich, als wir an unserem Guesthouse ausstiegen, fühlte sich die Luft trotz Mittagszeit an wie an einem lauen Sommertag in Linden. (: Dazu die bergige Landschaft in satten Grüntönen, herrlich. Zu allem „Übel“ ergatterten wir auch noch ein günstiges und sehr sauberes Zimmer mit Fenster zum Garten und bekamen zum Frühstück leckeren Käse aus Neuseeland. Wir waren überglücklich.
Die meisten Besucher kommen in die Cameron Highlands um zu wandern. Die Umgebung und das Klima eignen sich bestens dafür. Am zweiten Tag meinten auch wir einen der Wanderwege ausprobieren zu „müssen“. Schlauerweise entschieden wir uns gleich für den kürzesten. Nach ca. 20 Minuten im Dschungel hatten wir uns zum ersten Mal verlaufen, nach ca. 40 Minuten fielen ganze Schwärme von Moskitos über uns her und als wir an der Aussichtsplattform ankamen, war diese wegen Bauarbeiten geschlossen. Auf dem Rückweg fing es dann noch an wie aus Eimern zu schütten. Nun gut. Letztendlich waren wir froh, dass uns die Wanderei von äußeren Umständen „vermiest“ wurde, da wir dazu eigentlich eh viel zu faul waren. Im Laufe unseres Aufenthalts kamen immer wieder Wanderer zurück ins Guesthouse mit Stichen von wild gewordenen Erdhornissen oder Begegnungen mit riesigen Schlangen. Wir waren da fein raus. (;
Nach ein paar Tagen wurden wir unruhig und wollten weiter. Also buchten wir Tickets zu den Perhentian Islands. Die beiden Inseln werden im Reiseführer als Tauch- und Schnorchelparadies angepriesen. Aufs Schnorcheln freuten wir uns wie verrückt. Die Reise mit Minibus und Speedboot dauerte nur gut sechs Stunden. Empfangen haben uns die Perhentian Islands mit weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser. Wir ließen uns zum Long Beach auf der kleineren der beiden Inseln bringen. Während wir unsere auf Holzpfeilern gebaute Hütte bezogen, schienen zwei Mädels aufgeregt etwas darunter zu suchen. Als wir fragten wonach sie Ausschau hielten, bekamen wir zur Antwort: „Einen riesigen Waran, bestimmt zwei Meter lang!“ Dieses Exemplar hat sich zwar nicht mehr gezeigt, allerdings haben wir später im Dschungel einen seiner Kollegen getroffen. Das Fauchen dieser uralten Zeitgenossen hört sich übrigens eher nach Raubkatze als nach Reptil an.
Da der Long Beach übersät war mit bunten Plastikstühlen und Sonnenschirmen, machten wir uns gleich am nächsten Tag auf den Weg zum Coral Bay, einem kleineren und dementsprechend ruhigeren und naturbelasseneren Strand. Fünfzehn Minuten Fußweg durch den Busch und schon waren wir in einer anderen Welt. Am Coral Bay schien die Zeit still zu stehen. Die wenigen Menschen bewegten sich in Zeitlupe oder gar nicht. Man konnte lediglich sanfte Wellen über den Sand gleiten hören. Wir fanden eine Strandhütte in einem Resort einer sehr freundlichen malayischen Familie. In diesem Resort blieben wir eine Woche.
Zwar hatten wir eine interessante Unterwasserwelt erwartet, aber was uns beim Schnorcheln geboten wurde hat unsere Vorstellungen weit übertroffen. Fische in den verschiedensten Formen und in allen Farben dieser Welt schwammen in Schwärmen um uns herum. Besonders süß waren die kleinen „Nemos“. Nähert man sich der Behausung der Clownfische, der Anemone, schwimmen sie einem todesmutig entgegen. Wir konnten sie fast schimpfen hören. Die Barracudas waren Gott sei Dank nicht sehr groß, aber nervös wurden wir schon als sie uns umkreisten. Allerdings folgte diesem Erlebnis ein noch weitaus aufregenderes. Wir begegneten Haien. Zwar waren diese Haie „nur“ ungefähr 1,5 m lang und laut Aussage unseres Guides für Menschen völlig ungefährlich, trotzdem waren wir vom Adrenalin wie berauscht. Das gemeinsame Auftauchen mit riesigen Wasserschildkröten war dann doch um einiges entspannter, aber nicht weniger faszinierend.
Unsere nächste Station war Kuala Lumpur. Auf dem Weg dorthin übernachteten wir in Kota Bharu. Im Guesthouse trafen wir auf ein Paar aus Malta, das gerade auf dem Weg auf die Perhentians war, um dort die letzten zehn Tage ihrer eineinhalbjährigen Reise zu verbringen. Die beiden hatten viel zu erzählen und versüßten uns die Vorfreude auf Indien, wo sie sechs Monate unterwegs waren.
Die Strecke nach KL führte uns gut sechs Stunden mit dem Zug durch den Dschungel. Wir waren unter anderem mit Bruno, einem Fotokünstler aus Brüssel, unterwegs. Phillip und Bruno fotografierten fleißig zusammen und unterhielten sich stundenlang über das Manipulieren und Bearbeiten von Fotos.
Nach der Fahrt durch den Dschungel ging es noch drei Stunden weiter mit dem Bus und schon standen wir mitten in KL. Die ersten zehn Tage wohnten wir im „Pondok Lodge“, ein Guesthouse im sogenannten „Goldenen Dreieck“ von Kuala Lumpur. Die Krönung dieser Unterkunft war eine wunderschöne Dachterrasse mit viel Grün und einem beeindrucken Ausblick auf KL. Neben leckerer Pizza und Sangria beim Italiener gegenüber und endlich wieder Baguette, Käse und Oliven aus einem großen Supermarkt machte uns auch die elektronische Tanzmusik von Raysoo im Club drei Häuser weiter glücklich. Nach der Ruhe am Strand und in den Bergen genossen wir das Nachtleben dieser Großstadt in vollen Zügen.
Es hat uns riesigen Spaß gemacht abends durch die Straßen zu laufen und die Eindrücke der Stadt auf uns wirken zu lassen. Als wir vor den Petronas Towers standen, konnten wir uns gar nicht satt sehen. Tagsüber und aus der Ferne sind sie nicht wirklich auffällig, aber in der Dunkelheit aus direkter Nähe hat man das Gefühl mitten in der Kulisse eines Science Fiction Films zu stehen. Aufregend war auch die Fahrstuhlfahrt in dem zweithöchsten Fernsehturm Asiens. Aus 400 m Höhe hatten wir einen atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt.
Irgendwann konnten wir dem Pool eines Hotels, an dem wir ständig vorbeiliefen, nicht mehr widerstehen. Also wechselten wir noch ein Mal die Unterkunft und verbrachten etliche Stunden der letzten fünf Tage vor unserer Weiterreise nach Indien im kühlen Nass des Radius International.
Seit Mittwochabend sind wir in Mumbai... Fortsetzung folgt (:
Die meisten Besucher kommen in die Cameron Highlands um zu wandern. Die Umgebung und das Klima eignen sich bestens dafür. Am zweiten Tag meinten auch wir einen der Wanderwege ausprobieren zu „müssen“. Schlauerweise entschieden wir uns gleich für den kürzesten. Nach ca. 20 Minuten im Dschungel hatten wir uns zum ersten Mal verlaufen, nach ca. 40 Minuten fielen ganze Schwärme von Moskitos über uns her und als wir an der Aussichtsplattform ankamen, war diese wegen Bauarbeiten geschlossen. Auf dem Rückweg fing es dann noch an wie aus Eimern zu schütten. Nun gut. Letztendlich waren wir froh, dass uns die Wanderei von äußeren Umständen „vermiest“ wurde, da wir dazu eigentlich eh viel zu faul waren. Im Laufe unseres Aufenthalts kamen immer wieder Wanderer zurück ins Guesthouse mit Stichen von wild gewordenen Erdhornissen oder Begegnungen mit riesigen Schlangen. Wir waren da fein raus. (;
Nach ein paar Tagen wurden wir unruhig und wollten weiter. Also buchten wir Tickets zu den Perhentian Islands. Die beiden Inseln werden im Reiseführer als Tauch- und Schnorchelparadies angepriesen. Aufs Schnorcheln freuten wir uns wie verrückt. Die Reise mit Minibus und Speedboot dauerte nur gut sechs Stunden. Empfangen haben uns die Perhentian Islands mit weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser. Wir ließen uns zum Long Beach auf der kleineren der beiden Inseln bringen. Während wir unsere auf Holzpfeilern gebaute Hütte bezogen, schienen zwei Mädels aufgeregt etwas darunter zu suchen. Als wir fragten wonach sie Ausschau hielten, bekamen wir zur Antwort: „Einen riesigen Waran, bestimmt zwei Meter lang!“ Dieses Exemplar hat sich zwar nicht mehr gezeigt, allerdings haben wir später im Dschungel einen seiner Kollegen getroffen. Das Fauchen dieser uralten Zeitgenossen hört sich übrigens eher nach Raubkatze als nach Reptil an.
Da der Long Beach übersät war mit bunten Plastikstühlen und Sonnenschirmen, machten wir uns gleich am nächsten Tag auf den Weg zum Coral Bay, einem kleineren und dementsprechend ruhigeren und naturbelasseneren Strand. Fünfzehn Minuten Fußweg durch den Busch und schon waren wir in einer anderen Welt. Am Coral Bay schien die Zeit still zu stehen. Die wenigen Menschen bewegten sich in Zeitlupe oder gar nicht. Man konnte lediglich sanfte Wellen über den Sand gleiten hören. Wir fanden eine Strandhütte in einem Resort einer sehr freundlichen malayischen Familie. In diesem Resort blieben wir eine Woche.
Zwar hatten wir eine interessante Unterwasserwelt erwartet, aber was uns beim Schnorcheln geboten wurde hat unsere Vorstellungen weit übertroffen. Fische in den verschiedensten Formen und in allen Farben dieser Welt schwammen in Schwärmen um uns herum. Besonders süß waren die kleinen „Nemos“. Nähert man sich der Behausung der Clownfische, der Anemone, schwimmen sie einem todesmutig entgegen. Wir konnten sie fast schimpfen hören. Die Barracudas waren Gott sei Dank nicht sehr groß, aber nervös wurden wir schon als sie uns umkreisten. Allerdings folgte diesem Erlebnis ein noch weitaus aufregenderes. Wir begegneten Haien. Zwar waren diese Haie „nur“ ungefähr 1,5 m lang und laut Aussage unseres Guides für Menschen völlig ungefährlich, trotzdem waren wir vom Adrenalin wie berauscht. Das gemeinsame Auftauchen mit riesigen Wasserschildkröten war dann doch um einiges entspannter, aber nicht weniger faszinierend.
Unsere nächste Station war Kuala Lumpur. Auf dem Weg dorthin übernachteten wir in Kota Bharu. Im Guesthouse trafen wir auf ein Paar aus Malta, das gerade auf dem Weg auf die Perhentians war, um dort die letzten zehn Tage ihrer eineinhalbjährigen Reise zu verbringen. Die beiden hatten viel zu erzählen und versüßten uns die Vorfreude auf Indien, wo sie sechs Monate unterwegs waren.
Die Strecke nach KL führte uns gut sechs Stunden mit dem Zug durch den Dschungel. Wir waren unter anderem mit Bruno, einem Fotokünstler aus Brüssel, unterwegs. Phillip und Bruno fotografierten fleißig zusammen und unterhielten sich stundenlang über das Manipulieren und Bearbeiten von Fotos.
Nach der Fahrt durch den Dschungel ging es noch drei Stunden weiter mit dem Bus und schon standen wir mitten in KL. Die ersten zehn Tage wohnten wir im „Pondok Lodge“, ein Guesthouse im sogenannten „Goldenen Dreieck“ von Kuala Lumpur. Die Krönung dieser Unterkunft war eine wunderschöne Dachterrasse mit viel Grün und einem beeindrucken Ausblick auf KL. Neben leckerer Pizza und Sangria beim Italiener gegenüber und endlich wieder Baguette, Käse und Oliven aus einem großen Supermarkt machte uns auch die elektronische Tanzmusik von Raysoo im Club drei Häuser weiter glücklich. Nach der Ruhe am Strand und in den Bergen genossen wir das Nachtleben dieser Großstadt in vollen Zügen.
Es hat uns riesigen Spaß gemacht abends durch die Straßen zu laufen und die Eindrücke der Stadt auf uns wirken zu lassen. Als wir vor den Petronas Towers standen, konnten wir uns gar nicht satt sehen. Tagsüber und aus der Ferne sind sie nicht wirklich auffällig, aber in der Dunkelheit aus direkter Nähe hat man das Gefühl mitten in der Kulisse eines Science Fiction Films zu stehen. Aufregend war auch die Fahrstuhlfahrt in dem zweithöchsten Fernsehturm Asiens. Aus 400 m Höhe hatten wir einen atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt.
Irgendwann konnten wir dem Pool eines Hotels, an dem wir ständig vorbeiliefen, nicht mehr widerstehen. Also wechselten wir noch ein Mal die Unterkunft und verbrachten etliche Stunden der letzten fünf Tage vor unserer Weiterreise nach Indien im kühlen Nass des Radius International.
Seit Mittwochabend sind wir in Mumbai... Fortsetzung folgt (:
06 Juni 2009
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